15.03.2019

Vertrag für Skigebiet Gaißau-Hintersee soll gekündigt werden

Im jahrelangen Tauziehen um das kleine Salzburger Skigebiet Gaißau-Hintersee scheint es nun den Bundesforsten als größtem Grundbesitzer zu reichen.

Einem Online-Bericht der "Salzburger Nachrichten" zufolge haben sie nun die Finanzprokuratur beauftragt, den Vertrag mit der Liftgesellschaft aufzulösen, weil die Pacht für die laufende Saison bisher nicht bezahlt wurde.

In Betrieb gegangen sind die Skilifte der Gaißauer Bergbahnen in diesem Winter trotz bester Schneelage überhaupt noch nicht. Die Kündigung werde laut Bundesforste-Sprecherin Pia Buchner eingebracht, weil die Pacht für diese Saison trotz der Aufforderungen im Dezember noch immer nicht geleistet und auch die geforderte Bankgarantie nicht beigebracht worden sei. Haupteigentümer der Liftgesellschaft ist ein chinesischer Investor, der das Unternehmen über eine Insolvenz sanieren wollte und Investitionen zur Modernisierung und in eine künstliche Beschneiung versprochen hatte.

Sollte das Geld doch noch kommen, könnte der Vertrag theoretisch noch gültig bleiben. Mit einer Vertragsauflösung wäre dem Bericht zufolge der Weg frei für einen neuen Vertragspartner. Das Ziel der Bundesforste sei es, das Skigebiet aufrechtzuerhalten, so Buchner. In der Praxis gäbe es in diesem Fall aber große Hürden: Ein neuer Partner könnte das Skigebiet nämlich nicht einfach wieder aufsperren, weil die Anlagen den alten Betreibern gehören und technisch zumindest überholt werden müssten.

 

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