02.04.2021

Verwirrung um Take-away-Verbot machte Gäste scheu

Die Unsicherheit, ob Take-away im Lockdown weiter erlaubt ist, hat Kunden gekostet, beschwert sich die Gastronomie.

Leider seien in den vergangenen Tagen deutlich weniger Mittagessen verkauft worden. Gastro-Obman Mario Pulker berichtete von zahlreichen Kundenanrufen bei den Wirten, was nun gelte. Klar ist, Take-away ist weiterhin erlaubt, betonte Pulker. Ein Effekt könne auch sein, dass mehr im Familienkreis gekocht werde. Und auch die Umstellung auf die Sommerzeit könnte noch nicht überall „gefühlt“ angekommen sein.

Ein weiteres Thema sei die 50-Meter-Abstandsregel für die Konsumation eines gekauften Artikels. Gerade in Ballungsräumen sei dies realitätsfremd. Das Geschäft verlaufe jedenfalls „mau“, es ist endlich Zeit für weitere Öffnungsschritte, sagte Pulker zur APA. Für Rainer Trefelik, Handeslobmman in der WKÖ, ist es heute noch zu früh, um die Auswirkungen des Lockdowns in Ostösterreich auf das verbleibende „Click and Collect“ zu beurteilen. Nach den beiden Handelsketten Spar und Hofer hat nun auch Lidl bestätigt, dass sie ihr typisches Sortiment – auch abseits von Dingen des täglichen Bedarfs – weiter anbieten werden. Dagegen waren schon beim ersten Lockdown die Mitbewerber in diesen Produktsegmenten (Gartenartikel, Elektronik, etc.), die geschlossen waren, sehr verärgert. Der Mobilfunkbetreiber A1 hat heute in einer Aussendung darauf hingewiesen, dass trotz des Lockdowns die Handyshops (auch jene der Mitbewerber) offenhalten. Dies war auch schon beim ersten Lockdown der Fall.

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