13.07.2021

Virenschutz auch bei bestehenden Anlagen

Der oberösterreichische Spezialist Kappa Filter Systems hat eine Innovation entwickelt, die die Luft zu 97 Prozent virenfrei macht und in bestehende Lüftungen eingebaut werden kann.

Bereits 2019 begann man sich bei Kappa in Steyr Gedanken über gesunde Luft in Innenräumen zu machen. „Die Außenluft ist ja seit Jahren Thema. Man denke an Umweltverschmutzung, Feinstaub, CO2 etc.“, weiß Christina Schickmair, Produktmanagerin bei Kappa. Kappa kommt aus der Aerosolforschung und beschäftigt sich seit Jahren mit sauberer Luft für die Industrie. Das Ergebnis dieser Überlegungen war die Entwicklung eines völlig neuen Filterelements, das nicht nur gängige Partikel wie Feinstaub, sondern auch Viren und Bakterien aus der Luft von Büros, Gaststätten und Fabriken filtern soll. 2020 war das Unternehmen plötzlich mitten im Geschehen (Stichwort: Corona) und Trendsetter. In Folge beauftragte Kappa Filter Systems das Österreichische Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI in Wien) mit der Prüfung seines marktreifen Filterelements auf seine Viren-Abscheideeffizienz.

Filterleistung erstmals mit aktiven Viren getestet

Das OFI setzte als erstes Prüfinstitut aktive Viren zur Prüfung des von Kappa entwickelten Filter-Elementes ein. Das Ergebnis beeindruckte mit großer Eindeutigkeit: In drei Prüfgängen filterte die österreichische Entwicklung „Wavebionix“ 97,2% aller Viren aus der Umgebungsluft. Und hier grenzt sich Kappa gänzlich von Mitbewerberprodukten ab: Bislang wurden Filterelemente, wie z. B. Lüftungsfilter, HEPA-Filter und FFP2 Masken, nur auf Staub- oder Aerosolabscheidung getestet. Eine Prüfung der Virenabscheideeffizienz ist neu, dafür gibt es noch kein Standardprüfverfahren.

Vom Naturphänomen zu Wavebionix

Das Besondere am Wavebionix sind sein geringer Druckverlust und sein hohes Speichervolumen. Die Entwicklung besteht aus zehn mehrlagigen Filtertaschen mit einer Filterleistung von 3500 m3 Luft pro Stunde. Seine Virenschutzmembrane ist so innovativ mit dem synthetische Trägermaterial verwoben, dass sich die Oberfläche um ein Vielfaches vergrößert. Dadurch wird die Durchströmung der Luft verlangsamt, ihre Verweildauer länger und die Möglichkeiten zur Bindung der Viren und Aerosole an der Membrane erhöht sich enorm. Zum Vergleich: Ausgebreitet könnte man aus einem Filter gut 400 Schutzmasken herstellen.

Der Wavebionix ist der einzige Virenfilter, der simpel in gängige bestehende Lüftungsanlagen eingebaut werden kann. Das erspart Anwendern viel Umbau-Arbeit und damit Kosten.  Zum Einsatz kommt der Virenfilter in Büros, Aufenthaltsräumen, Gewerbebetrieben, Bankfilialen, Öffentlichen Einrichtungen – wie Gemeindesälen, Standesämtern, Gastrobetrieben, Kulturstätten, Fitnesseinrichtungen, Handel, natürlich in Hotels u.v.m.

(red)

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