20.04.2021

Volle Einkaufswägen und gecancelte Reisen

Während die Lebensmittel- und Baumärkte die Umsätze der Rewe Group im Jahr 2020 beflügelten, erlebte der Bereich Tourismus einen herben Absturz.

Rabenschwarz fällt die Bilanz des Konzerns für den Bereich Tourismus aus. Hier gab es 2020 ein Umsatzminus von  73,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Trotz Inanspruchnahme von Kurzarbeit und der dauerhaften Schließung von Reisebüros erzielte man in diesem Segment einen Verlust von 390 Millionen Euro, wie Rewe-Finanzvorstand Christian Mielsch erklärte. Dieses Minus und eine deutlich gestiegene Steuerlast, die unter anderem durch nicht verrechenbare Verluste der DER Touristik Group bedingt ist, ließen den Rewe-Konzerngewinn nach Steuern von 507 auf 415 Millionen Euro (minus 18,1 Prozent) sinken. 

Auch für das laufende Jahr fällt der Ausblick von Sören Hartmann, Rewe-Vorstand für den Bereich Touristik, verhalten aus. Je nach Vorankommen der Impfaktionen gegen das Coronavirus rechnet er 2021 mit einem Tourismus-Umsatz der Rewe Group von rund 50 Prozent des Niveaus von 2019. Die Reiselust der Menschen wäre jedenfalls größer denn je: „Wenn einmal der Korken aus der Flasche rauskommt, dann wird es ungemein sprudeln“, so Hartmann wörtlich.

Insgesamt stark gewachsen

Im Vorjahr lief es im Handelsgeschäft für den Kölner Handelsriesen weitgehend gut. Geschlossene Restaurants als Folge der Coronaviruspandemie und gestiegene Heimversorgung ließen europaweit die Lebensmitteleinkäufe ansteigen. In Deutschland beispielsweise verzeichnete das Vollsortiment einen Umsatzsprung um 12,3 Prozent auf 26,5 Milliarden Euro. Der Gesamtaußenumsatz der Rewe Group 2020 stieg insgesamt um 20,4 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 75,3 Milliarden Euro. 

Das Vollsortiment Österreich erwirtschaftete im Vorjahr mit Billa, Bipa, Merkur und Adeg ein Umsatzwachstum von 4,3 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. 

(Autor: Stefan Pirker, Red)

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