28.10.2020

Warten auf Entschädigung

Forderungen von Betrieben auf Basis des Epidemiegesetzes sind nach sechs Monaten noch immer offen – im Durchschnitt rund 220.000 Euro pro Betrieb, wie die Hoteliervereinigung berichtet.

Steigende Infektionszahlen, Reisewarnungen und eine ungewisse Wintersaison – die Lage vieler Betriebe im Westen Österreichs spitzt sich zu. Abhilfe brächte die Überweisung von Entschädigungszahlungen, die Tausenden Betrieben nach den Schließungen laut Epidemiegesetz im März zustehen, wie ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer betont. Eine ÖHV-Umfrage in den betroffenen Bundesländern liefert ein ernüchterndes Bild: Kein einziges teilnehmendes Hotel hat eine Zahlung erhalten.

Durchschnittlich sind Forderungen von 220.000 Euro pro Betrieb offen. Geld, das dringend benötigt wird, wie Reitterer erklärt: „Die doppelten Gehälter stehen vor der Tür. Jede weitere Verzögerung kann Arbeitsplätze kosten.“ Sollten den Bezirkshauptmannschaften Ressourcen für die Abwicklung fehlen, solle ihnen die nötige Manpower zur Verfügung gestellt werden. „70 % haben noch nicht einmal eine Antwort auf den Antrag bekommen. Da ist offensichtlich Not am Mann“, so die Hotelière.

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