10.01.2019

Was bringt der Winter noch?

Die Buchungslage für die Wintersaison 2018/19 wurde zu Saisonstart von den Hotelbetrieben zu 78 Prozent als sehr zufrieden oder zufrieden angegeben. Von Umsatzrückgängen bis 20 Prozent durch die Schneemassen in vielen Skigebieten Österreichs spricht die Obfrau der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKO, Petra Nocker-Schwarzenbacher.

Beim traditionellen Neujahrsempfang der WKO im Hotel Sacher Wien stand neben der allgemeinen Stimmungslage zum Wintertourismus – wieder erhoben vom market Institut – natürlich die aktuelle Schneelage im Mittelpunkt. Nocker-Schwarzenbacher berichtet von Gesprächen mit vielen Tourismusregionen und der schwierigen Situation vor Ort. Zwar helfe man in den Orten zusammen, um den Hotelbetrieb aufrecht zu erhalten, aber die Situation bleibt schwierig.

Neben der Sicherheitslage kämpfen die Betriebe nämlich mit Stornos und Umbuchungen der Gäste. Die Prognose von 2 Prozent Plus für die Wintersaison, wie von der WKO vor Saisonstart optimistisch ausgegeben, wird kaum zu halten sein. „Das Gute ist, der Schnee ist gesichert bis in den Juni“, scherzt Petra Nocker-Schwarzenbacher, selbst Hoteliere in St. Johann im Pongau. Die weißen Landschaften sorgen aber auch für Vorfreude bei Gästen, die erst im Februar ihren Skiurlaub in Österreich gebucht haben.

Die Stimmung bleibt gut

Bei der vom market Institut unter der Leitung von David Pfarrhofer durchgeführten Umfrage (die Ende November bis Mitte Dezember durchgeführt wurde) zur Stimmungslage in der österreichischen Bevölkerung rund um den Tourismus zeigt sich ein anhaltend positives Bild. „Der Tourismus gilt weiterhin als wesentliche Säule für die Österreichische Wirtschaft und Österreich ist ein attraktives Winterurlaubsland“, betont der Studienleiter.

Befragt wurden auch die heimischen Tourismusbetriebe selbst. Die Entwicklung von Österreich als Tourismusstandort im 5-Jahres-Vergleich wird von beinahe zwei Dritteln der Befragten als sehr positiv wahrgenommen. Das wird vor allem mit der gestiegenen Nachfrage der Gäste und dem besseren Angebot der Betriebe begründet.

Was tun, damit es den Betrieben bessergeht?

Wenig überraschend als die größten Hürden für die Betriebe werden die bürokratischen Auflagen und der Mangel an qualifizierten Fachkräften genannt. Unter anderem ist auch die Internetversorgung – besonders am Land – ein Thema, das bewegt. Nur 27 Prozent der Betriebe in ländlichen Regionen sind mit der Internetversorgung sehr zufrieden (56 Prozent in den Landeshauptstädten). „Wenn der Router ausfällt, sind die Gäste schneller ‚auf der Takn‘, als wenn das Wasser kalt ist“, erzählt Nocker-Schwarzenbacher salopp aus der Praxis.

 

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