01.08.2019

Wedl Foodreport: Regionalität hängt Bio ab

Der Gast kennt sich aus und weiß, was er will. In Österreich sind das in immer stärkerem Maße Produkte aus der Region, Biolebensmittel kommen im Gästewunsch da nicht nach. Für Gastronomen wie Didi Maier gibt es dafür gute Gründe.

Für den aktuellen Wedl Foodreport untersuchte der heimische Großhändler die Stimmung beim Endverbraucher und unter den Profis in der Gastronomie und Hotellerie. Die Studie wurde im Rahmen eines Pressegesprächs in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten in Wien vorgestellt.

Allgemein gilt, dass die Österreicher Wert legen auf Bio und Regionalität, diese Produkte gerne kaufen und sie verwenden sie als Entscheidungsgrundlage für die Restaurantwahl. Dieses Bewusstsein bemerken auch die Gastronomen vermehrt. Nach Frische, Qualität und Preis zählt vor allem Regionalität bei der Kaufentscheidung von Endverbrauchern, so die Studie. „Diese Reihung zeigt, das Bewusstsei für Regionalität ist in der Bevölkerung angekommen“, so Unternehmenschef Lorenz Wedl. 84 % der Befragten kaufen immer oder meist bei ihrem Einkauf auch regionale Lebensmittel ein, 56 % greifen zu Bio-Produkten.

Bei der Wahl des Restaurants werden regionale Waren bevorzugt: Für die Befragten sind sie vor allem beim Mittagessen (47 % zu 34 % Bio-Produkte) und Abendessen (44 zu 20 %) wichtig, etwas weniger beim Frühstück (38 zu 28 %).

Starker Trend in der Gastronomie

Die befragten Gastronomen können diese Trends bestätigen. Für 83 % hat sich die Nachfrage nach regionalen Produkten in den letzten Jahren verstärkt, bei Bio-Produkten fanden das nur 37 %. Nach Frische und Qualität (jeweils 95 %) sind für die Gastronomen im Einkauf vor allem Regionalität und Herkunft der Produkte (82 und 80 %) die wichtigsten Entscheidungskriterien. Interessant: Für die Küchenprofis im Westen Österreichs spielt die Herkunft eine signifikant größere Rolle als im Rest des Landes.

Spitzenkoch und Unternehmer Didi Maier: „Wir verwenden regionale und Bio-Produkte, weil unsere Gäste uns vertrauen, dass wir ihnen Gerichte aus hochwertigen Zutaten servieren.“ Beides ist ihm wichtig, Regionales aber noch mehr, weil das Argument der kurzen Wege ein gewichtiges ist. Als passionierter Jäger könne er seinen Gästen außerdem immer wieder Wildfleisch anbieten, um nur ein Beispiel zu nennen, ein Bio-Siegel habe der von ihm geschossene Bock aber natürlich keins. Ähnliche Beispiele kann der Gastronom und Hausherr der Hermesvilla, Michael Ramssl, der in seinen Betrieben immer wieder Produkte aus dem Naturschutzgebiet Lainzer Tiergarten auf die Karte setzt, nennen. Ein Bio-Siegel haben diese Produkte dann ebenfalls nicht. Einig sind sich die beiden Gastronomen auch darin, dass sowohl Regionalität und Bio für sie wichtig sind: „Ob Zutaten aus dem Umkreis oder mit Bio-Siegel, hier wissen wir, dass Qualität und Herkunft stimmen.“

Gäste wünschen sich Informationen

Auf der Speisekarte halten 27 % der Befragten vollständige Transparenz über Herkunft und Zusammensetzung der Speisen für sehr wichtig und weitere 34 % für eher wichtig. Etwa vier von zehn erwarten sich diese Transparenz auch durch Informationen vom Service-Personal.

Die Ergebnisse des Wedl Food Report 2019 finden Sie hier!

 

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