01.02.2021

Wedl muss hohes Umsatzminus verkraften

Das Tiroler Handelsunternehmen Wedl mit Sitz in Mils bei Innsbruck hat 2020 ein deutliches Umsatzminus verzeichnet.

Die Verkaufserlöse der Gruppe sanken um 26,8 Prozent auf 393 Mio. Euro (2019: 536,8 Mio. Euro). Besonders hart von der Coronakrise getroffen wurde der Gastro-Großhandel mit einem Minus von 32,9 Prozent auf 236,7 Mio. Euro, wie das Unternehmen heute, Montag (1. Februar) mitteilte. 2019 sei hier noch ein Umsatz von 352,9 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Das vergangene Jahr startete mit einer „starken Auftragslage im Jänner und Februar“, auch im Sommer hielten sich die Umsätze „nahezu auf Vorjahresniveau“.

Trotz Minus regiert wieder Zuversicht

„Mit der zweiten Coronawelle, dem damit verbundenen Lockdown und dem immer wieder verschobenen Start der Wintersaison in 2020/21 erlebten wir im letzten Quartal wieder einen Umsatzeinbruch“, resümierte Lorenz Wedl, Mitglied der Geschäftsführung des Handelshauses. Dennoch wollte Wedl nicht nur negative Entwicklungen sehen, denn die Krise habe dem Unternehmen einen Digitalisierungsschub verpasst. „Viele Kunden bestellten auch nach dem Lockdown weiterhin online. Mit dem Resultat, dass wir den E-Commerce Anteil weiter auf rund 37 Prozent des gesamten Zustellumsatzes steigern konnten (31 Prozent im Jahr 2019)“, berichtete Wedl. Im Bereich „Regionalität“ habe man zudem Neukunden akquirieren können.

Auch künftig auf private Gourmets fokussiert

Außerdem öffnete Wedl seine „C+C Märkte“ auch für Privatkunden, nun wolle man Konzepte erarbeiten, dass „zukünftig auch private Gourmets vermehrt in unsere Märkte kommen“. Hinsichtlich der Unternehmensstruktur tat sich auch einiges: Tochterfirmen, wie etwa Duschlbaur in Kärnten, wurden mit dem Mutterbetrieb fusioniert sowie die „letzten Anteile der C&C Berger & Wedl GmbH in Wien“ zur Gänze übernommen. Auf der anderen Seite sei der „kleinste österreichische C+C Standort in Imst geschlossen worden“, hieß es.

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