02.10.2020

Weinabsatz: Shutdown-Minus nicht aufholbar

Während Österreichs Weinexporte robust bleiben, ist das durch den Shutdown verursachte Minus von 30 Prozent nicht mehr aufzuholen.

Die jüngsten Zahlen der Statistik Austria zeichnen ein erstaunliches Bild: Von Jänner bis Juni 2020 sank der Exportwert österreichischer Weine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 1 % und somit weniger stark als befürchtet. Die Exportmenge konnte sogar um 7,4 % zulegen.

Auf dem Heimmarkt bestätigt sich eine Tendenz, die sich bereits seit dem Shutdown abzeichnete: Neueste Rückmeldungen aus dem Lebensmitteleinzelhandel sowie Fachhandel mit E-Commerce berichten von guten Zuwachsraten, und dies nicht nur im Einstiegssegment, sondern auch in gehobeneren Preisklassen.

Diese Zuwächse können jedoch weiterhin nicht kompensieren, dass während des Shutdowns in der Gastronomie rund 23 Mio. Liter Wein – also etwa ein Drittel eines durchschnittlichen Halbjahres – nicht abgesetzt werden konnten. Auch Zahlen aus dem Gastrogroßhandel weisen im ersten Halbjahr auf einen Rückgang von rund 30 % beim Absatz von heimischem Wein in der Gastronomie hin.

Generell bleibt die Gastronomie das schwächste Glied in der Kette, da sie äußerst eng mit den Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie verknüpft ist. Während die Situation in ländlichen Gebieten aktuell etwas entspannter ist, ist die Auslastung insbesondere in innerstädtischen Bereichen sehr niedrig. Besondere Sorge gilt dem kommenden Winter, dessen Verlauf einen wesentlichen Einfluss auf das unternehmerische Schicksal vieler Winzer und Gastronomen haben wird.

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Partner

Mediadaten