09.11.2020

Weniger Insolvenzen trotz Krise

Die Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2020 sind laut vorläufigen Zahlen um 23 % zurückgegangen. Staatliche Hilfen dürften mehr Pleiten vorerst verzögern.

Zwischen Jänner und Juni wurden 1.998 Unternehmen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren noch 2.585 Unternehmensinsolvenzen verzeichnet worden. 1.164 Insolvenzen entfielen auf das 1. Quartal, 834 auf das 2. Quartal 2020. "Die Corona-Maßnahmen lassen die Zahl der Unternehmensinsolvenzen vorerst schrumpfen. Im 2. Quartal beantragten laut vorläufigen Daten rund ein Drittel weniger Unternehmen Insolvenz als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das lässt sich zu einem guten Teil damit erklären, dass die Insolvenzantragspflicht bei Überschuldung seit März 2020 aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt ist", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr gab es in den Bereichen Finanzdienstleistungen/sonstige Dienstleistungen (438), Handel (368), Bau (359). Der Bereich Beherbergung und Gastronomie verzeichnete 343 Insolvenzen, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 460 Insolvenzen gewesen. Das bedeutet einen Rückgang um 25 %.

Die Anzahl der Insolvenzen ist grundsätzlich von der Anzahl der in den einzelnen Wirtschaftsbereichen aktiven Unternehmen abhängig. Eine vergleichsweise geringe Anzahl an Insolvenzen weisen heuer bisher die Bereiche Information und Kommunikation (58), persönliche Dienstleistungen (103) und Sachgütererzeugung (123) auf. 

 

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