19.03.2020

"Wer, wenn nicht wir!"

Die AUA schrieb 2019 Gewinn, aber 2020 wird eine "harte Probe". Das bereinigte Betriebsergebnis (Adjusted Ebit) des heimischen Carriers lag bei 19 Mio. Euro.

Der Preiskampf mit Laudamotion, Wizz Air und anderen Billigfliegern hat die AUA 2019 ins Trudeln gebracht. Vorstandschef Alexis von Hoensbroech hatte im November gesagt, schwarze Zahlen seien unwahrscheinlich. Dass es nun anders kam, hängt mit dem damals ausgerufenen Sparkurs zusammen. Bereits im vierten Quartal drückte die AUA die Kosten um 43 Mio. auf 503 Mio. Euro und reduzierte den Personalstand.

All das ist für die heimische Fluglinie aber mittlerweile zur Nebensache geworden. Das Coronavirus führe zur schwersten Krise in der Geschichte der Luftfahrt, betont man bei der AUA. Das Strategieprogramm #DriveTo25 behalte aber trotz Coronakrise seine Gültigkeit. Die Fluglinie hat vor, bis Ende 2021 mehr als jede zehnte der rund 7.000 Stellen zu streichen.

Die AUA beförderte 2019 14,7 Millionen Passagiere, rund 700.000 mehr als 2018. Die Erlöse sanken leicht um zwei Prozent auf 2,18 Mrd. Euro. Die Gesamtaufwendungen stiegen um ein Prozent auf 2,16 Mrd. Euro. Das Adjusted EBIT sank von 83 Mio. Euro auf 19 Mio. Euro. 

Die genauen Folgen der Coronakrise lassen sich für AUA-Vorstand Hoensbroech nicht abschätzen. "Das Coronavirus und seine Folgen werden uns auf eine harte Probe stellen. Nicht alle werden diese Krise überleben", prognostizierte der Manager. Die AUA sei aber besser aufgestellt als viele andere Fluggesellschaften. „Daher werden wir gestärkt aus dieser Krise herausfliegen. Wer, wenn nicht wir!“, so Hoensbroech optimistisch. 

(APA/Red)

 

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Mediadaten