26.02.2021

Wertvoller Partner für die Gastronomie

Nach 20 Jahren Branchenerfahrung weiß Thomas Bergthaler, worauf es im Tagesgeschäft in der Gastronomie und Lebensmittelindustrie ankommt. Mit seinem neuen Unternehmen „diebrandmanager“ unterstützt er nun andere bei Aufbau und Betreuung dieser Vertriebsschiene. 

Der erste großer Kunde für diebrandmanager und Thomas Bergthaler ist sein ehemaliger Arbeitgeber Kellogg. Im gemeinsamen Interview mit „Kellogg Österreich“-Geschäftsführer Volker Tratz sprechen die beiden Manager über die Vorteile ihrer neuen Kooperation. 

Herr Tratz, Sie kennen Thomas Bergthaler nun schon sehr lange. Wie ist es, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten? 
Volker Tratz: Eigentlich so, als wenn wir nie aufgehört hätten zusammenzuarbeiten. Das gemeinsame Business-Verständnis ist nach wie vor vorhanden, die persönliche Ebene passt, daher freue ich mich auch schon auf die Zusammenarbeit mit Thomas und seinem Team. 

Herr Bergthaler, Sie haben sich nach rund 20-jähriger Tätigkeit in der Lebensmittelindustrie für den Weg in die Selbstständigkeit entschieden. Inwieweit hatte die Coronakrise Einfluss darauf? 
Thomas Bergthaler: Nachdem ich Diageo im Vorjahr verlassen hatte, war mein ursprünglicher Plan eigentlich, eine berufliche Auszeit von einem Jahr zu nehmen. Mitten in meinem Sabbatical bekam ich aber dann eine Anfrage von Kellogg, ob ich an einem Gastronomieprojekt interessiert sei. Da uns ja 17 gemeinsame Jahre verbinden, war es für mich eine Selbstverständlichkeit dieses Projekt zu übernehmen. Daraus ist jetzt etwas Längerfristiges geworden. Wie Sie wissen, komme ich ursprünglich aus der Gastronomie und deswegen liegt mir genau dieser Bereich speziell am Herzen. Die Coronakrise hat unseren Tourismus und damit einen sehr wichtigen Bereich unserer Wirtschaft hart getroffen. Ich glaube fest daran, dass wir ab Sommer zu einem Leben vor Corona zurückkehren werden und gerade deswegen ist es jetzt wichtig, unsere Gastronomen zu unterstützen. Ich bin sehr froh darüber, dass Kellogg das genauso sieht und bin fest davon überzeugt, dass wir für die Tourismusbetriebe ein wertvoller Partner sein werden. 

Ist Ihr Angebot auch für andere Unternehmen aus diesem Bereich verfügbar? 
Thomas Bergthaler: Ja, außer in den Kategorien Müsli, Cerealien und Chips, hier haben wir eine exklusive Partnerschaft mit Kellogg. 

Was ist das Ziel der Kooperation zwischen diebrandmanager und Kellogg? 
Volker Tratz: Unser Ziel in der Gastronomie ist der weitere Ausbau der Marktführerschaft bei Cerealien und Müsli. Mit Pringles peilen wir hier ebenfalls die Marktführerschaft an. Gerade bei Pringles bietet Kellogg mit der neuen 30-Gramm-Variante ein ideales Produkt für den Vending- und Gastronomiebereich. Aber auch in anderen Segmenten haben wir im Jahr 2021 einiges zu bieten, aber da möchte ich jetzt noch nicht vorgreifen. 

Sie möchten Schnittstelle zwischen Industrie und Gastronomie sein; welche Arten von Unterstützung bieten Sie konkret an? 
Thomas Bergthaler: Das Angebot unterteilt sich in drei Bereiche. Der erste Bereich umfasst Beratung und Strategie. Viele Unternehmen möchten im Außer-Haus-Markt tätig sein, doch meist fehlt es an Expertise. Hier kommen wir ins Spiel. Die zweite Säule konzentriert sich auf die Gastronomiebetreuung, wo wir einerseits die definierten Kunden bedienen, aber auch im Außendienst durch unser Shared-Field-Force-Konzept unterstützen. Denn gerade in der Gastronomie ist der Einsatz von Außendienstmitarbeitern meistens nicht leistbar. Darum bringen wir Firmen zusammen, die sich eine qualitativ hochwertige Außendienstmannschaft teilen. Der dritte Bereich geht in Richtung Projektleitung. Hier fungieren wir als Generalunternehmen und setzen mit unseren Partnerfirmen spezielle Projekte um. Der Kunde hat den Vorteil von nur einer Ansprechperson und alle Rechnungen werden über uns abgewickelt. 

Ist Ihr Shared-Field-Force-Konzept auch für die Betreuung von Handelskunden geeignet? 
Thomas Bergthaler: Für Kellogg werden wir ausschließlich die Gastronomie betreuen, aber im Allgemeinen wollen wir das Konzept in allen Bereichen, in denen eine Außendienstbetreuung stattfindet, etablieren. Der Vorteil liegt auf der Hand: Weniger Kosten, kleinere Gebiete, mehr Kundenkontakte und eine bessere Beziehung zu den Kunden. Um Ihre Frage zu beantworten: Ja, unser Konzept ist natürlich auch für den Handel, vor allem den LEH, geeignet. 

Abgesehen von der Kooperation mit Kellogg klingt Ihr Konzept ja vor allem für kleine Unternehmen interessant. Aus welchen Bereichen sollten Ihre Kunden denn vorzugsweise kommen – oder anders gefragt, wo weisen Sie und Ihr Team die höchste Expertise auf? 
Thomas Bergthaler: Wir wollen langfristig in allen Bereichen tätig sein. Dazu wollen wir natürlich auch nur Branchenprofis mit an Bord holen. Unsere Kunden sind auch eingeladen, bei der Mitarbeitersuche mitzuentscheiden. 

Bei welchen Herausforderungen im Tagesgeschäft benötigt Kellogg Unterstützung? 
Volker Tratz: Wir haben uns um den Bereich Gastronomie und Hotellerie in den letzten Jahren nicht so gekümmert, wie wir das gerne getan hätten. Wir sehen dort ein großes Potenzial für uns und mit Thomas Bergthaler den richtigen Partner, dieses Potenzial zu heben. Aber es braucht dazu jemanden, der sich nur darauf fokussiert und das nicht nebenbei macht. Das können wir derzeit bei Kellogg nicht leisten, daher ist es uns wichtig, dass jemand mit 100 Prozent Konzentration auf diesen Bereich dieses Projekt führt. 

Der HORECA-Bereich ist aufgrund der Lockdowns eingebrochen. Inwieweit konnte Kellogg den Umsatzverlust durch das LEH-Geschäft auffangen? 
Volker Tratz: Durch das Marktwachstum konnten wir den Ausfall im Bereich Gastronomie sehr gut auffangen, die gute Performance des LEH hat uns dabei sehr geholfen. 

Und wie hat sich Kellogg 2020 insgesamt entwickelt? 
Volker Tratz: Das Jahr 2020 war hervorragend für uns, denn die Warengruppen Cerealien und salzige Snacks, in denen wir präsent sind, zeigen beide ein zweistelliges Wachstum. Das konnten wir gut für uns nutzen und blicken daher auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. 

Vielen Dank für das Gespräch. 


Hintergründe: Thomas Bergthaler und diebrandmanager
Thomas Bergthaler war insgesamt 17 Jahre beim Frühstücksspezialisten Kellogg tätig, zuletzt als Verkaufsleiter Österreich und Prokurist, bevor er 2016 zum Spirituosenkonzern Diageo wechselte. Bei dem Hersteller von Johnnie Walker und Co bekleidete Bergthaler bis Mitte 2020 die Funktion des Commercial Head of Austria. Ende 2020 machte sich Bergthaler selbstständig. Mit seiner neuen Unternehmensberatung „diebrandmanager“ fungiert er als Schnittstelle zwischen Industrie und Gastronomie. Sei es in der strategischen Beratung, Projektleitung oder dem Aufbau von Shared Field Forces. „Eine langfristige und qualitativ hochwertige Betreuung der Gastronomie ist meist aufgrund der zu erwartenden Kosten nicht umsetzbar. Durch unser Shared Field Force Konzept können wir die Kosten reduzieren und dem Kunden dadurch den Einsatz einer Außendienstmannschaft ermöglichen und so den Distributionsausbau seiner Marken beschleunigen“, erklärt Bergthaler.

www.diebrandmanager.at/

(Autorin: Nataša Nikolić)

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