01.04.2021

Wiedereinstellzusage verlängert

Die Gültigkeit von Wiedereinstellzusagen beim AMS wird für die Dauer behördlicher Schließungen, jedenfalls aber bis zum 31. Mai 2021, verlängert.

Arbeitsminister Martin Kocher und die Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hatten die Maximaldauer der Wiedereinstellzusage schon im Februar von drei auf vier Monate ausgedehnt. Liegt eine Einstellungszusage vor, erhält die betreffende Person für diesen Zeitraum Arbeitslosengeld ohne dass vonseiten des AMS Vermittlungsaktivitäten gesetzt werden müssen. „Da die Öffnung einiger Branchen noch ansteht, ist eine weitere Verlängerung jedenfalls notwendig“, betont Kocher.

Der Arbeitsminister weist darauf hin, dass das AMS den betroffenen Mitarbeitern bis zum Zeitpunkt der Wiedereinstellung Qualifizierungsangebote zur Verfügung stellt: „Diese reichen von Sprachkursen, über die Aneignung von Zusatzqualifikationen bis hin zu Lehrabschlüssen für Hilfskräfte. Zudem erhalten auch Dienstgeberinnen und Dienstgeber Unterstützung, wenn sie Beschäftigte weiterbilden lassen. Das AMS fördert zum Beispiel Weiterbildungen während Kurzarbeit mit 60 Prozent der Kosten.“

Branchenvertreter: Fachkräftemangel nach Lockdown entgegenwirken

Laut einer aktuellen ÖHV-Umfrage gaben 40 Prozent der Hotels an, dass ihren Mitarbeitern ein Branchenwechsel vom AMS bereits nahegelegt wurde: „In Hinblick auf eine Wiedereröffnung ist das fatal. Wenn die Betriebe nach Monaten der Zwangspause wieder aufsperren dürfen brauchen sie ihre Teams. Die Verlängerung war gut und wichtig“, so ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer. Für viele Unternehmen weiterhin herausfordernd ist allerdings der Umstand, dass ohne konkretes Öffnungsdatum Wiedereinstellungszusagen oftmals schwer abzuschätzen sind.

„Es ist erfreulich, dass Arbeitsminister Kocher großes Verständnis und ein offenes Ohr für die Branche hat. Eine rasche und gute Lösung wird dafür sorgen, dass die Betriebe nach Ende des Lockdowns nicht nur auf ihre Stammgäste, sondern auch auf ihr Stammpersonal zählen können“, betonen auch die Obleute der WKÖ-Fachverbände Hotellerie und Gastronomie, Susanne Kraus-Winkler und Mario Pulker. Die Fachverbände haben zudem kürzlich ein spezielles Ausbildungs-Angebot für Lehrlinge und Mitarbeitern im Tourismus während des Lockdowns umgesetzt.

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