13.06.2018

Wien legt neues Konzept für Märkte vor

Die neue Marktordnung für Wiens Märkte steht. Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und der Märktesprecher der Grünen, Rüdiger Maresch, präsentierten den lange erwarteten Entwurf.

Er sieht unter anderem eine neue Aufteilung zwischen Gastronomie und Lebensmittelhandel, längere Öffnungszeiten und höhere Tarife vor. „Wir haben intensiv und, ich gebe zu, auch sehr lange daran gearbeitet, aber es war uns wichtig, dass es kein Schnellschuss ist“, sagte Sima. Der Entwurf wird kommende Woche für acht Wochen in Begutachtung geschickt. In Kraft treten soll die neue Marktordnung mit 1. Oktober. Im vergangenen Sommer hatte Sima „die Notbremse gezogen“, wie sie es nannte, um den „Wildwuchs“ im Gastrobereich einzudämmen.

Seit 1. Juli wurden an neu übernommenen bzw. eröffneten Gemüse- oder Delikatessenläden keine sogenannten Nebenrechte – also die Erlaubnis, an maximal acht Sitzplätzen Speisen und Getränke zu servieren – mehr vergeben. Die Maßnahme sorgte für viel Kritik. „Mit dieser Marktordnung ist der Graubereich mit den Nebenrechten aus meiner Sicht gelöst“, sagte Sima. „Mir liegt der Schutz des Lebensmittelhandels sehr am Herzen“, bekräftigte sie. Natürlich gelte es aber auch, die Gastronomie auf Märkten zu erhalten. „Es gibt ein klares Bekenntnis von mir zur Gastronomie“, versicherte Sima.

Die Probleme seien entstanden, da es nur zwei Kategorien gegeben habe – den Lebensmittelhandel und die Gastronomie. Mit der neuen Marktordnung wird für die Lebensmittelhändler mit Nebenrechten eine eigene Kategorie geschaffen. Die Beschränkung auf acht Sitzplätze bleibt allerdings bestehen, da diese in der Bundesgewerbeordnung festgeschrieben sei und nicht von der Stadt verändert werden könne, erklärte Sima.

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