05.05.2022

Wien startet Kampagne gegen die Reprovinzialisierung

WienTourismus setzt bei seiner neuesten Kampagne „United Cities of Tourism“ auf länderübergreifenden Zusammenhalt, starke Partner und grantige Wiener. 

„Help your city. Travel to Vienna.“ lautet die Kernbotschaft der Kampagne, die bereits seit Anfang Mai bis 30. Juni 2022 auf sechs europäischen Märkten ausgerollt – und mittels digitalem Video-Seeding gezielt in Ballungszentren ausgespielt wird: in Deutschland (München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln), der Schweiz (Zürich, Basel, Genf), Italien (Rom, Mailand, Florenz), Großbritannien (London, Manchester), Spanien (Barcelona) und Frankreich (Paris, Lyon, Nizza). 

„Wir wissen aus der Marktforschung, dass etwa die Hälfte der Städtereisenden auch selbst in Großstädten wohnt. Covid-19 hat deren Affinität zum Städtetrip nicht verändert – im Rahmen der Kampagne sprechen wir also gezielt ein Thema an, das die Lebensrealität eines Gutteils unseres Publikums aufgreift“, fasst Tourismusdirektor Norbert Kettner zusammen. Die Kooperation mit ausgewählten Influencern dient als Multiplikator der Botschaft.

Wiener Klischee als Kampagnen-Vehikel

Als Narrativ von „United Cities of Tourism“ dient ein Video, das den Protagonisten Karl zeigt – einen klischeehaft grantigen Wiener in seinem Lieblingskaffeehaus auf dem Weg zur Erkenntnis. Er zeigt sich zunächst so gar nicht darüber erfreut, dass Menschen wieder reisen, noch dazu in sein Wien, kommt letztlich aber zum Schluss, dass der Städtetourismus auch für sein Leben – etwa sein Lieblingskaffeehaus – Existenzgrundlage und wesentlicher Einflussfaktor ist. Seine Erkenntnis ist unter anderem auf YouTube im Kampagnen-Video zu finden.

#VisitViennaForEurope

Die Kampagne wird zusätzlich auch Out-of-Home in London, Paris, Mailand und Berlin zum Einsatz kommen. Auf die Zielmärkte zugeschnittene Sujets, beispielsweise mit der Headline „Hilf der Clubkultur Berlins. In einem Kaffeehaus in Wien.“ oder „Soignez votre relation avec Paris. Ayez une aventure avec Vienne.“ (Hilf deiner Beziehung zu Paris. Hab eine Affäre mit Wien.) verdeutlichen humorvoll, dass man mit dem Wien-Besuch auch der eigenen Stadt hilft. 

Großflächig zu sehen sein werden sie unter anderem an stark frequentierten Orten wie dem Mailänder Dom, dem Pariser Einkaufszentrum Beaugrenelle, auf rund 50 Citylights am Berliner Kurfürstendamm oder an mehr als 50 Stellen in der Londoner U-Bahn, etwa bei Picadilly Circus, Baker Street oder Covent Garden. 

Wiener:innen auf Reisen

Je mehr Gäste aus der jeweiligen Stadt nach Wien reisen, desto mehr Wiener:innen schickt der WienTourismus mit Unterstützung durch Austrian und ÖBB auf einen City-Trip. Denn bei „United Cities of Tourism“ wird nicht nur um Wien-Reisende geworben, auch Wiener:innen können bei der Kampagne mitmachen und werden in ausgewählte europäische Städte geschickt, um auch deren Tourismus zu stärken. Im Mai und Juni schickt man somit im Rahmen der Kampagne für jeden 100. Gast, der in Wien ankommt, auch eine:n Wiener:in in eine europäische Stadt. 

Dazu muss man sich unter unitedcities.vienna.info/de-at registrieren und kann ein Round-Trip-Ticket in eine der 17 Städte der Kampagne gewinnen. In Summe gibt es knapp 2.200 Tickets für Hin- und Rückfahrt mit der ÖBB bzw. Hin- und Rückflug mit Austrian (jeweils exkl. Hotelaufenthalt und anderen Kosten vor Ort).

Städte bewerben sich am 15. Mai gegenseitig

Die Tourist Boards von London, Paris, Berlin, Mailand und Barcelona schließen sich am 15. Mai im Rahmen eines „Social Media Swap“ der gemeinsamen Botschaft an und demonstrieren Zusammenhalt, indem sie jeweils Bilder der anderen Städte auf deren Instagram-Kanälen teilen. Wien wird beispielsweise touristische Highlights aus Mailand zeigen, während London Wiener Sehenswürdigkeiten auf seinem Instagram-Account teilt. Weitere Städte können noch folgen.

„Es ist an der Zeit, nicht nur physische, sondern auch gedankliche Barrieren aufzulassen und Europa wieder als das zu sehen, was es ist: eine gemeinsame Idee, ein gemeinsamer Markt. Mit ‚United Cities of Tourism‘ wollen wir ein unübersehbares Zeichen für den Städtetourismus setzen und zugleich ein Statement gegen die Reprovinzialisierung und Renationalisierung des touristischen Diskurses“, so Tourismusdirektor Norbert Kettner. 

(Red)

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