13.08.2019

Wiener Hochhaus-Bar beklagt vorzeitiges Aus

Die Rooftopbar des Hochhaus Herrengasse musste vorzeitig schließen, Gastronom und Veranstalter Paul Rittenauer fühlt sich ungerecht behandelt, WKO-Obmann Dobcak unterstützt ihn.

Auf der Dachterrasse des Hochhauses Herrengasse eröffnete Paul Rittenauer eine Freiluftbar, die bis Ende August geplant und genehmigt war. Doch aufgrund von Beschwerden einer Anrainerin musste Rittenauer seinen Barbetrieb vorzeitig einstellen, obwohl Marktamt, Gesundheitsamt und Veranstaltungsbehörde versicherten, dass der Betrieb in Ordnung sei und kein Grund für eine vorzeitige Schließung vorliegen würde. Jede Auflage seitens der Behörden wurden erfüllt. Ein definitives Aus, ohne aufschiebende Rechtsmittelmöglichkeit und ohne Einräumung einer Stellungnahme wurde dann jedoch beschlossen.

Peter Dobcak, Obmann der Wirtschaftskammer Fachgruppe Gastronomie „ Das ist falsch verstandener Anrainerschutz. Für mich ist es völlig unverständlich das ein Anrainer ein Projekt wie die Freiluft-Bar im Hochhaus Herrengasse so zum Fall bringen kann.“  Paul Rittenauer selbst:  „Behörden dürfen nicht Spielball von einzelnen Interessenten sein – Objektivität und Sachlichkeit hätte ich mir für diese Causa auf jeder Seite erwartet. Für Unternehmer wie mich zu spät – Mitarbeiter verlieren ihren Job, Sponsorenverträge können nicht eingehalten werden und ein Jungunternehmer wie ich steht mit vollem Risiko gegenüber. Aber als Unternehmer nehme ich natürlich die Entscheidung der Behörde zur Kenntnis, auch wenn ich es nicht verstehe.“

Paul Rittenauer startete auf seiner Homepage eine Petition zum Erhalt der Rooftop-Bar, „Für die Erhaltung der Vielfalt in einer Weltstadt und ein angemessenes Handeln von Behörden“.

 

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