04.11.2019

Wifo: Deutlich positive Bilanz nach fünf Sommermonaten

Von Mai bis September war die Anzahl der Gästeankünfte um 3,1 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, die Übernachtungen legten um 2,4 Prozent zu. Das geht aus der aktuellen Tourismusanalyse des Wifo hervor.

Noch liegen die Tourismuszahlen für Oktober nicht vor, dennoch kann man schon jetzt eine deutlich positive Bilanz für die heurige Sommersaison voraussagen. Die Einnahmen der Touristikbetriebe dürften nach einer ersten Umsatz-Schnellschätzung des Wifo um 2,8 Prozent auf 11,99 Mrd. Euro gestiegen sein. Preisbereinigt entspricht das einem Umsatzplus von 1,3 Prozent.

Im September habe sich die Wachstumsdynamik abgeschwächt und die Zahl der Gästeankünfte habe mit 3,89 Millionen auf dem Vorjahresniveau stagniert (+0,1 Prozent), jene der Nächtigungen habe um 0,6 Prozent auf 11,36 Millionen zugelegt, heißt es in der am Montag veröffentlichten Analyse des Wirtschaftsforschungsinstituts. Im Oktober dürfe man wegen des idealen Wetters von einem Ergebnis mindest auf dem Vorjahresniveau ausgehen.

Unterschiedliche Ergebnisse in den Bundesländern

In den einzelnen Bundesländern haben sich die Umsätze sehr unterschiedlich entwickelt. Während Wien weiterhin vom anhaltenden Städteboom profitiert und die Einnahmen um 6,8 Prozent gesteigert hat und auch Ober- und Niederösterreich (+5,3 Prozent bzw. +4,4 Prozent) sowie das Burgenland (+3,2 Prozent) überdurchschnittlich zulegen konnten, entsprach das Einnahmenergebnis Salzburgs jenem Gesamtösterreichs, während Vorarlberg mit einem Plus von 2,6 Prozent knapp darunter lag. Die Steiermark verbuchte ein Umsatzplus von 2,2 Prozent und Tirol dürfte mit einem nominellen Zuwachs von 1,4 Prozent preisbereinigt sogar stagniert haben. In Kärnten gab es durch einen Nächtigungsrückgang in der Hauptsaison auch bei den nominellen Einnahmen eine Stagnation.

Gäste aus dem Ausland bestimmen mit einem Nächtigungsanteil von 70,9 Prozent die Entwicklung des österreichischen Tourismus, und unter ihnen sind es wiederum die Deutschen mit einem Marktanteil von 52,9 Prozent an den internationalen Nächtigungen. Die Übernachtungen deutscher Urlauber nahmen gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent zu.

Die stärksten relativen Zuwächse gab es bei den Touristen aus den mittel-osteuropäischen Ländern Rumänien (+13,7 Prozent), Polen (+11,2 Prozent), Russland (+10,9 Prozent), Tschechien (+6,6 Prozent) und Ungarn (+6,0 Prozent) sowie Schweden mit +6,9 Prozent. Allerdings haben diese sechs Länder zusammen nur einen Anteil von 7,7 Prozent an der ausländischen Gesamtnachfrage.

 

Mediadaten