09.08.2021

Willys Gastro-Wochenrückblick: Bier her!

Jetzt gehts ums Wesentliche: Wir müssen dringend wieder mehr Bier trinken. Sank doch der Bierabsatz im heurigen Jahr bis dato hochgerechnet auf 194 Ktügerl pro Kopf. Zur Erinnerung: In vorpandemischen Zeiten, zuletzt 2019, waren es noch 212 Halbe. Zur Info: Wir stehen damit seit Jahren auf Platz 2 hinter Tschechien, aber noch vor Deutschland, was für unser aller Ego extrem wichtig ist. 

Die lange Zeit des Lockdowns hat vor allem der Gastronomie stark zugesetzt. Keine Gäste - kein Bierabsatz, kein Bierabsatz - keine Nachbestellung beim Großhandel oder direkt bei den Brauereien. Dabei ist man draufgekommen, dass auch Bier ein Ablaufdatum hat und man versuchte zu retten, was noch zu retten war. Zwar wurden dabei viele schöne Bierrezepte erfunden oder wiederentdeckt, aber keiner kann so viel Biersuppe löffeln wie Bier saufen, also mußte das herrliche Geträmk dennoch hektoliterweise weggeschüttet werden.

Nun gilt es also aufzuholen. Um nun den Bierabsatz in der Gastronomie spürbar anzukurbeln, sind – ähnlich wie bei den Impfungen – Anreize notwendig. Zuerst sollte man Bier auch offiziell als Grundnahrungsmittel deklarieren und aus der alkoholischen Genussecke hervorholen. Damit öffnet man automatisch die Absatzkanäle für ein weitaus jüngeres Publikum als bisher. Die Anreize für Erwachsene – zum Beispiel noch ein sechstes Krügerl zu den obligaten fünf hinunter zu schütten – könnten durchaus ein zusätzliches Leberkässemmerl oder ein feines Fleischlaberl mit Senf und Zwiebel sein. Was dann auch am Würstelstand sehr leicht durchführbar wäre.

Eine andere Idee wäre, dass die gehobene Gastronomie anstatt dieser Mimi-Kreationen als Amuse Gueule ein ordentlich gezapftes Krügerl kredenzen. In gut geführten Cocktail-Bars könnte man zwischen jedem Cockteil ein so genanntes Neutralisierungs-Seiterl einführen und die Hoteliers könnten ja neben der Impfung für die Angestellten auch ein feines Willkommenskrügerl zur Verfügung stellen.

Und generell: Punkt zwölf Uhr mittags sollten wir alle tagtäglich ein Freundschafts-Biertschi zu uns nehmen. Egal wo wir uns gerade befinden. Und da wäre ja auch noch die App „Cheers“, mit der jeder jeden ganz easy auf ein Bierchen einladen kann. Es wäre doch gelacht, wenn wir in absehbarer Zeit die Tschechen nicht einholen könnten. Also, her mit dem Bier!

redaktion(at)hotelundtouristik.at
 

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