29.01.2020

"Wir sind ein Thermen-Vollsortimenter"

Der Geschäftsführer der Eurothermen, Patrick Hochhauser, im Gespräch über Positionierung, Investitionen und ein klares Profil der Gesundheitsdestination Oberösterreich.

Hotel & Touristik: Wie geht es den Eurothermen aktuell? (Buchungszahlen, Entwicklung der Eintritte, aktuelle Investitionen)
Patrick Hochhauser: Wir können eine äußerst positive Erfolgsbilanz für 2019 schreiben. Das hohe Level der letzten Jahre konnte gehalten beziehungsweise teilweise sogar ausgebaut werden – und das an allen drei Standorten: Nach dem Hotel-Investment in das Hotel Royal in Bad Ischl erreichten wir einen Zuwachs von rund 25 Prozent. Das Investment in Bad Schallerbach mit der neuen neue Röhrenrutsche Black Jack im Aquapulco und der Voll-Klimatisierung im Hotel Paradiso macht auch hier den Thermenurlaub für die ganze Familie noch attraktiver, und in Bad Hall gelang uns die erfolgreiche Einführung beziehungsweise Umsetzung der „Kur Neu“ im Rahmen der Gesundheitsvorsorge Aktiv GVA.

Sie haben ja bei das Projekt „Mediendatenbank Gesundheitstourismus Oberösterreich“ eingereicht und es zählt ja zu den Siegerprojekten, warum ist die Vernetzung untereinander so wichtig?
Ziel des Projekts ist es, die Kompetenz des Gesundtourismus in OÖ noch mehr zu stärken und somit die Professionalisierung auch in diesem Segment voranzutreiben. Durch die gemeinsame Mediendatenbank lässt sich eine einheitliche Bildsprache und stringente Content-Strategie im Sinne der Steuerung und Qualitätssicherung realisieren und damit dem Gast ein klares Profil der Gesundheitsdestination Oberösterreich vermitteln.  

Wie positionieren Sie Ihre Thermen, um für die aktuellen Herausforderungen gerüstet zu sein?
Ich denke, dass wir uns mit unseren drei Thermenstandorten durchaus als Vollsortimenter innerhalb der Thermenbranche bezeichnen dürfen, wo wir beginnend mit dem Einsatz unserer natürlichen Heilmittel über perfekt inszenierte Sauna-Landschaften und exklusive moderne Spa-Welten bis hin zu einem spannungsgeladenen Rutschenpark alles bieten können, was die unterschiedlichsten Besuchergruppen von uns erwarten.
Daran gilt es anzuknüpfen und Trends weiterhin früh zu erkennen.
 
Ist in den nächsten Jahren Wachstum geplant? Wenn ja wo und wie?
Die Stoßrichtung ist für mich relativ klar – ich möchte eine Planung über alle Resortbereiche für die kommenden 10 bis 15 Jahre machen, um dann (beinahe modulartig) die jeweiligen Abschnitte abrufen und umsetzen zu können. Der Fokus wird dabei vermutlich auf den beiden Standorten Bad Schallerbach und Bad Hall liegen. In Bad Ischl haben wir ja gerade äußerst erfolgreich die Generalsanierung und Attraktivierung unseres Hotel Royal abschließen können.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

Lesen Sie mehr zum Thema Thermen & Wellness in Österreich in der ersten Ausgabe des Jahres von Hotel & Touristik, die am 7. Februar erscheint.

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