15.05.2019

"Wir werden Hotelprojekte dazunehmen!"

Die Verkehrsbüro Group bringt ihre 28 Häuser auf den neuesten Stand und investiert dabei weitere 40 Mio. Euro bis 2022. Vorstandssprecher Martin Winkler spricht von neuen Hotelpläne auch für Motel One.

Der Tourismuskonzern Verkehrsbüro Group erzielte 2018 in den Geschäftsbereichen Freizeitreisen, Geschäftsreisen, Hotels und Events ein Umsatzplus gegenüber dem Jahr davor von 19 Prozent auf 615,1 Mio. Euro. "Nach alter Bilanzierung haben wir die Umsatzmilliarde mit 1,023 Mrd. Euro geknackt", erklärte Winkler.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es jedoch zur erstmaligen Anwendung der internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS (International Financial Reporting Standards). Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich demnach um 11,7 Prozent auf 19,5 Mio. Euro, das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich um 11,9 Prozent auf 22,6 Mio. Euro, der Konzerngewinn nach Steuern stieg um 18,4 Prozent auf 18 Mio. Euro. Im 101. Jahr seines Bestehens beschäftigte das Verkehrsbüro 2.910 Mitarbeiter - ein Zuwachs von 5,7 Prozent gegenüber dem Jahr davor.

Investitionen in Hardware und Software der Hotels 

Die Verkehrsbüro Group, zu der unter anderem die österreichweit 107 Ruefa-Reisebüros und 28 Austria Trend Hotels gehören, investiert rund 40 Mio. Euro in ihre Häuser bis 2022. In Renovierung sind aktuell das Wiener Parkhotel Schönbrunn und das Hotel Astoria. "Wir wollen zwei bis drei Hotels im Jahr abarbeiten", so Vorstandssprecher Martin Winkler. Zusätzlich werden laufend Investitionen in die Schulung und das Training der Mitarbeiter getätigt.

Neues Hotel in Wien bis 2021

In der Bundeshauptstadt will Österreichs größter Tourismuskonzern zudem ein neues Vier-Sterne-Hotel mit 200 Zimmern, das Vienna Twentytwo, im 22. Bezirk in Pacht nehmen - es soll Ende 2021 eröffnen. Auch ansonsten steuert das Unternehmen auf Expansionskurs und will weitere Standorte akquirieren. "Wir wollen kleine Hotelprojekte dazunehmen - da ist der Fokus auf dem deutschen Markt", sagte Winkler am Mittwoch vor Journalisten in Wien.

Marke Motel One soll wachsen

An der Motel One Austria, dem heimischen Ableger der Münchner Budget-Hotelgruppe ist das Verkehrsbüro zu 49 Prozent beteiligt. Zu den hierzulande bestehenden sechs Häusern in Wien und Salzburg sollen bis Ende 2021 drei weitere hinzukommen - heuer im Sommer in Linz sowie in weiterer Folge in Innsbruck und in Graz.

Umsatzbringer Café Central

Im Geschäftsfeld "Palais Events", in dem das Verkehrsbüro beispielsweise die Wiener Locations "Palais Daun-Kinsky" und das "Café Central" bespielt, herrschte 2018 jedenfalls ein regelrechter Boom. Davon zeugen auch die täglich langen Warteschlangen vor dem Eingang des Traditionskaffeehauses im Ersten Bezirk. Das Café befindet sich mittlerweile fest in touristischer Hand: Von den im Vorjahr 568.000 bewirteten Besuchern waren 70 Prozent Touristen und nur 30 Prozent lokales Publikum. Dem versucht das Verkehrsbüro mit Initiativen wie dem Bio-Frühstück etwas gegenzusteuern, um einen ausgewogeneren Mix herzustellen.

(APA / Red)

 

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