01.07.2020

"Wir werden unsere Erfolgsgeschichte weiterschreiben"

Nach dem besten Jahr der Unternehmensgeschichte der Julius Meinl Coffee Group kam Corona. Auf die Krise war man besser vorbereitet als andere und hält am Ziel, in den kommenden Jahren zur Nummer 1 weltweit im Premiumsegment in der Gastronomie zu werden, weiter fest.

Das Wiener Traditionshaus Julius Meinl erzielte 2019 zum zehnten Mal in Folge eine Umsatz- und Gewinnsteigerung. Der Umsatz wuchs um 4,5 Prozent auf 186 Mio. Euro, der EBITDA um 15 Prozent auf 35 Mio. Euro. In Österreich lagen die Umsatzerlöse mit 44,6 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau. In HoReCa konnten prominente Neukunden wie das Sheraton Grand Salzburg, das Kongresshotel in Linz, das Vienna Marriott, das Querfeld Bootshaus, das Hilton Garden Inn in Wr. Neustadt und Schloss Weikersdorf gewonnen werden.

„Wir machen keine Kompromisse, wenn es um Produkt- und Servicequalität geht. Unser Sales-Team besteht ausnahmslos aus SCA geprüften Baristas. Wir warten die Siebträgermaschinen unserer Kunden österreichweit vor Ort und im Haus. Das schafft Vertrauen, das honorieren unsere Kunden“, so Catherine Luckner, Marketingleiterin Julius Meinl Österreich.

Internationale Stärke

Getragen wird der Erfolg der Gruppe von drei Säulen, wie Marcel Löffler, CEO der Julius Meinl Coffee Group, in einer Pressekonferenz betonte: „Die Marke Julius Meinl steht weltweit für Wiener Kaffeehauskultur: für Genuss, die perfekte Tasse Kaffee und ein entspanntes Lebensgefühl. Das macht unsere Marke einzigartig und unverwechselbar.“ 

Weitere Faktoren seien der verlässliches Service für die Gastronomie sowie innovative Lösungen und die konsequente Internationalisierung. Die Gruppe ist in mehr als 70 Ländern präsent, in 21 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften. In Russland zum Beispiel ist man schon seit einigen Jahren Marktführer in der gehobenen Gastronomie. Julius Meinl feierte hier im Vorjahr gemeinsam mit der Österreichischen Botschaft Das Jahr der österreichischen Kaffeehauskultur“. Das große Interesse hat zur Gründung des „Julius Meinl Instituts für Wiener Kaffeehauskultur“ in Moskau geführt. 

Alleine in den vergangenen vier Jahren kamen sechs Tochtergesellschaften hinzu (Bulgarien, USA, China, Dubai, Polen und Frankreich). „Frankreich ist der siebtgrößte Markt weltweit. Auch hier punkten wir mit der Verbindung zur Wiener Kaffeehauskultur. Der Fokus liegt auf der Top-Gastronomie. So wird beispielsweise im Hilton Opéra bereits Julius Meinl Kaffee serviert“, so Löffler, der ergänzt: „Die hohe Servicequalität für die Gastronomie hilft uns immer schnell Fuß zu fassen.“ Bei all den Expansionsbemühungen wird nie auf den Heimmarkt vergessen, rund 25 Prozent des weltweiten Umsatzes kommt aus Österreich selbst.

Neuigkeiten für die Gastronomie

Immer wichtiger wird für Julius Meinl der Bereich Nachhaltigkeit. Mit dem Colombian Heritage Project, das auf Initiative von Jeannette Meinl 2019 gestartet wurde, werden Kaffeebauen vor Ort im Hochland Kolumbiens unterstützt. Das Ziel ist, Qualität und Ertrag zu steigern, damit es sich auch für kommende Generationen rechnet Kaffee-Farmer zu sein. Die erste zertifizierte Ernte ist dieses Jahr bereits Teil der beliebten und traditionsreichen Gastronomie-Blends: Poesia und Café Expert UTZ Supreme. Auch im To-Go-Bereich, der während Corona nochmals deutlich an Bedeutung dazugewann, wurde 2019 komplett auf industriell kompostierbare Materialien umgestellt. 

Einen Neuzugang gibt es bei der Tassenkollektion, die Anfang des Jahres um eine Luxury-Edition in Schwarz und Gold erweitert wurde. Luckner zum Design der neuen Tasse: „Die Luxury Tasse ist unsere Premium Edition. Sie ist exklusiv Kunden vorbehalten, die unseren Top Blend 1862 Premium anbieten.“ 

Eine Erfolgsgeschichte ist zudem das Angebot der Julius Meinl Academy in Wien, wo im Vorjahr 84 Kurse stattfanden für mehr als 600 Trainees, Hunderte weitere Schulungen wurden vor Ort bei den Kunden selbst durchgeführt. 2020 wird das Kursprogramm der Academy für die Gastronomie auch in Westösterreich mit der Eröffnung des neu errichteten Tiroler Showrooms angeboten. Neu ist heuer auch das Angebot für Baristas, sich in der Julius Meinl Academy SCA zertifizieren zu lassen.

Corona bremst, hält aber nicht auf

Die Corona-Krise hat Julius Meinl nicht unvorbereitet getroffen. Bereits Anfang des Jahres bekam man aus China die Rückmeldung, dass es weltweit größere Probleme geben wird. Der Krisenmodus wurde daraufhin aktiviert und die Versorgung der Tochtergesellschaft mit Produkten gesichert. Zudem stärkte man den Onlineverkauf und unterstützte Gastronomen auf vielfältige Weise, etwa einem maßgeschneiderten Coffee2Go-Konzept.

CEO Marcel Löffler rechnet heuer mit einem Umsatzminus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. „Sicher ist, dass wir die Krise überwinden und daraus gestärkt hervorgehen werden“, ist Löffler überzeugt. „Wir werden unsere Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Nicht 2020 aber 2021.“

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