10.08.2021

Wirtschaftsmotor Tourismus am Weg zum Vorkrisenniveau

Die Erholung der österreichischen Wirtschaft hält an. Um den Konjunkturturbo zu zünden, braucht es endlich die Entlastung des Faktors Arbeit, fordert die Hoteliervereinigung (ÖHV).

Die Wirtschaftstätigkeit befindet sich laut WIFO-Konjunkturbericht bereits wieder auf Vorkrisenniveau (Durchschnitt des Jahres 2019). Die Aufhebung der behördlichen Einschränkungen in vielen Branchen im Laufe des 2. Quartals hatte eine deutliche Beschleunigung der wirtschaftlichen Erholung zur Folge. Vorlaufindikatoren deuten auf ein Anhalten der Aufschwungphase hin. Die Ergebnisse des
WIFO-Konjunkturtests von Juli zeigen erneut eine Verbesserung der Lagebeurteilung. Die Dynamik erreiche aufgrund des hohen Niveaus jedoch bald den Plafond. 

Auf dem Arbeitsmarkt setzte sich die Erholung fort. Nach vorläufiger Schätzung war die Zahl der unselbständig Beschäftigten im Juli erneut etwas höher als im Vormonat, während die Arbeitslosigkeit stagnierte (+0,1% gegenüber Juni). Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote (nationale Definition) dürfte im Juli 7,7% betragen haben. 

Wünsche aus der Hotellerie

Auf Vorkrisenniveau ist die Branche aktuell noch nicht, so ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer, die Richtung stimme aber: „Jetzt ist es wichtig, dass wir die Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Zukunft des Tourismus und der Dienstleistung aktiv gestalten. Da ist die Politik gefragt“. 

Um den Konjunkturturbo zu zünden, müsse man in manchen Punkten das Rad nicht neu erfinden, zeigt Gratzer auf: „Die Erkenntnis, dass der Faktor Arbeit steuerlich überproportional belastet ist, findet sich mindestens seit 15 Jahren in jeder Analyse. Senken wir die Lohnnebenkosten, damit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern endlich mehr Netto vom Brutto bleibt“, fordert der Branchensprecher. Zudem habe die Krise gezeigt, wie wichtig gut aufgestellte und abgesicherte Betriebe sind, wirtschaftlich als auch vom Mitarbeiterbedarf her. „Hier wird es Lösungen und Konzepte brauchen, damit sich Österreich nach der Krise wieder zurecht Tourismusweltmeister nennen darf. Gehen wir es gemeinsam an.“ 

(Red)

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