19.11.2019

XXXLutz steigt in Wiens Lokal-Szene ein

Der Branchenriese XXXLutz eröffnete auf der Wiener Mariahilfer Straße erstmals ein eigenes XXXLutz-Restaurant - ohne dazugehörige Möbelverkaufsflächen.

1996 wurden die ersten Restaurants in den Möbelhäusern Ried im Innkreis und Wiener Neustadt eröffnet. Heute, 23 Jahre später, gibt es sie in fast allen Häusern. Konkret sind es 155 Restaurants in ganz Europa. Zunächst waren sie als Service für Kunden gedacht, doch mittlerweile ziehen sie Menschen an, da günstige Frühstücks- oder Mittagsangebote locken. Für Thomas Saliger, Unternehmenssprecher der XXXLutz-Gruppe, war der Schritt des Möbelriesen in Richtung Stand-Alone-Restaurant selbst "überraschend, aber es ist ein Ausdruck dessen, welche Innovationskraft in unserer Firma steckt".

Mittlerweile hätten die Möbelhaus-Restaurants einen so hohen Stellenwert, dass beim Bau jeder neuen Filiale ein solches fix eingeplant sei: "Die Frage ist nur mehr, wo es platziert wird."

XXXLutz will zeigen, was man kann

Die Gastro-Dependance in der Mariahilfer Straße 121b mit 285 Sitzplätzen geht unterdessen auf die Idee eines Mitarbeiters zurück. Andreas Haderer, der Leiter der gesamten Lutz-Gastronomie, hegte den großen beruflichen Wunsch, mit einem eigenen XXXLutz-Restaurant zu zeigen, was "in uns steckt". Mit diesem Ansinnen wandte er sich an die Unternehmensspitze, die schließlich ihren Sanktus zu diesem Projekt gab. Fix war, dass das Lokal in der Mariahilfer Straße gelegen sein müsse - da es dort viel Frequenz gebe.

Geworden ist es schließlich ein Lokal nahe dem Westbahnhof - quasi in Sichtweite zu jenem Areal, wo der schwedische Konkurrent Ikea seine erste City-Filiale plant. "Das war ein reiner Zufall", versicherte Haderer: "Ich bin die Straße entlangspaziert und habe geschaut, wo Raum frei ist." Im Nachhinein sei es natürlich ein "Jackpot" gewesen. Denn mit dem Lokal wolle man nicht nur "Menschen etwas Gutes tun", sondern auch "die Marke in der Stadt präsent machen", so Saliger.

Eine weitere Querverbindung ist, dass teils die Einrichtung sowie die Deko-Gegenstände im Restaurant aus dem eigenen Haus kämen. Außerdem gibt es beim Eingang einen Bereich mit Eindrücken auf die "aktuellen Themenwelten der XXXLutz-Möbelhäuser" samt Terminal, um digital zu stöbern.

Wenig Überraschungen auf der Karte

Das Konzept und auch die Speisenauswahl in der Mariahilfer Straße sind mehr oder weniger gleich wie in den Dependancen in den Möbelhäusern. Die Macher setzen dabei vor allem auf jene Klassiker, die "Österreicher lieben": Das Spektrum reicht dabei vom Backhendlsalat über Wiener Schnitzel und Zanderfilet bis hin zu Spaghetti Bolognese. Zusätzlich gibt es ein Tortenbuffet und saisonale Kreationen, wie (derzeit) Ente oder Spargel. In der Früh wird von 8.00 bis 11.00 Uhr Frühstück serviert, abends gibt es einen Barbetrieb.

Auch preislich orientiert sich das Restaurant an den Pendants in den Möbelhäusern. So kostet das Schnitzel mit Pommes Frites 6,90 Euro, am "Schnitzelmittwoch" sogar nur 4,50 Euro. Weiters gelten auch alle Aktionen aus den XXXLutz-Flyern und Flugblättern. Saliger versicherte, dass die Speisen von "ausgesuchter Qualität" seien - die günstigen Preise wären wegen der großen Mengen möglich bzw. hätten logistische Gründe.

Eine Alternative zu Fast-Food-Restaurants

Ziel des Restaurants in der Mariahilfer Straße ist: "Wir zeigen den Wienern, was in uns steckt", so Haderer. Der Presseunterlage zufolge sieht sich das Restaurant auch als "österreichische Alternative" zu Schnellrestaurants wie Vapiano, McDonald's oder Burger King. Jede Speise soll innerhalb von zehn Minuten serviert werden. Ob weitere Standorte folgen, ist offen: "Schauen wir mal, was passiert", antwortete Saliger auf eine entsprechende Frage.

(APA/Red)

 

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